Tauwetter zwischen den USA und China?


Sie reden wieder miteinander


US-Präsident Joe Biden und der chinesische Staatschef Xi Jinping werden am kommenden Mittwoch zu einem lange erwarteten Treffen zusammenkommen. Wie aus US-Regierungskreisen verlautete, soll das Gespräch in San Francisco stattfinden. Dort wird Xi beim Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) erwartet. Kann dieses Treffen dazu dienen, die Beziehungen der beiden Länder zueinander nachhaltig zu verbessern? Kleinere Schritte eines Entgegenkommens dürfte es wohl geben. Die Wirtschaftsbeziehungen sind für beide Länder wichtig. Als ein Zeichen guten Willens scheint China bereit zu sein, den Kaufstopp für die Boeing 737 Max aufzuheben. Die Rivalität zwischen den USA und China wird jedoch unserer Meinung nach weiter anhalten. Es gibt zu viele grundlegende Differenzen, von der Zukunft Taiwans bis hin zu den Grundregeln eines fairen wirtschaftlichen Wettbewerbes. Das aktuell erhoffte Tauwetter in den Beziehungen der USA und China zueinander dürfte deshalb ausbleiben.

Inflationsdaten aus USA und Großbritannien im Fokus der Märkte


Die Entwicklung der Inflation dürfte in dieser Woche abermals in den Fokus der Marktakteure rücken, wenn die Preisdaten für den Monat Oktober aus den USA (14.11.) und Großbritannien (15.11.) zur Veröffentlichung anstehen. Für Großbritannien legen administrierte Preissetzungen im Energiebereich eine deutliche Abschwächung des Teuerungsdrucks nahe. Letzteres dürfte u.E. die Erwartung festigen, dass die Bank of England ihren Leitzinsgipfel erreicht hat. Mit Blick auf die USA spricht u.E. vieles für ein gemischtes Inflationsbild. Basiseffekte und fallende Benzinpreise bilden den Rahmen. Die Headline-Inflation wird durch beide oben genannte Faktoren nach unten gedrückt und dürfte daher erstmals seit Juni wieder fallen. Bei der Kernrate sprechen Basiseffekte dagegen dafür, dass der sinkende Trend vorerst ins Stocken gerät. Das Zünglein an der Waage bilden hier einmal mehr die Wohnkosten als Hauptinflationstreiber.

Verliert Italien sein Investment Grade-Rating?


Diese Woche steht die Ratingüberprüfung Italiens seitens der Ratingagentur Moody's an. Die große Frage ist, ob Italien sein Investment Grade-Rating behalten darf. Italiens Rating-Einstufung befindet sich mit Baa3/Ausblick negativ bereits an der untersten Stufe des Investment Grade-Segments. Ein Grund, neben der hohen Staatsverschuldung, für eine Herabstufung seitens Moody's könnte der im September beschlossene lockerere haushaltspolitische Kurs der Regierung Meloni sein. Eine Herabstufung in den Non-Investment Grade-Bereich dürfte schwerwiegende Auswirkungen auf die Refinanzierungskosten Italiens mit sich bringen. Aktuell muss Italien bereits knapp 2% mehr Zinsen für ihre 10j. Staatsanleihen bezahlen als Deutschland. Ein weiterer Anstieg der Risikoprämien wäre zu erwarten. Bereits am Freitag hat die Ratingagentur Fitch ihre BBB-Einstufung mit stabilem Ausblick für Italien bestätigt. Ebenso am Freitag senkte Moody's den Ratingausblick für die USA von "stabil" auf "negativ". Als Gründe wurden die zunehmende politische Polarisierung und die gestiegenen Finanzrisiken genannt.


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