KI-Branche soll sich selbst regulieren
Kostenanpassung
Weil sich das wirtschaftliche Umfeld für die Autoindustrie gravierend verschärft hat, ist es gemäß VW-Vorstandsmitglied Arne Meiswinkel nötig, die Personalkosten entsprechend anzupassen. Daher kündigte das Unternehmen einen Großteil seiner Haustarifverträge - auch den wichtigen Manteltarifvertrag - zum Jahresende.
Inflationssorgen nehmen zu
Die heimische Inflation (CPI) legte zum dritten Mal in Folge zu, und zwar von 2,9% im August auf 3,3% YoY im September. Nach EU-harmonisierter Berechnung (HICP) stieg die Headline-Rate ebenfalls von 2,9 % auf 3,3 %. Die temporäre Entspannung an der Inflationsfront aus dem Frühsommer ist angesichts der erneuten Preisschübe an der Zapfsäule somit längst Geschichte. Höher war die Teuerung zuletzt vor fast drei Jahren. Ab heute greift nun jedoch der Tankrabatt. In den anderen großen Euro-Staaten fiel der Sprung im September teils sogar noch größer aus als in Deutschland. Für den Euroraum wird Eurostat am Freitag daher gleichfalls einen kräftigen Zuschlag gegenüber dem Augustwert von 3,2 % vermelden. Damit stehen die Zeichen auf eine weitere geldpolitische Straffung durch die EZB im vierten Quartal. Dies muss allerdings nicht zwingend schon auf der nächsten Sitzung Ende Oktober geschehen. Zahlen zur Teuerung gab es gestern auch für die Vereinigten Staaten. Allerdings nicht zum CPI, sondern zum PCE-Deflator. Und zudem erst für August mit einer Rate von 3,4 % YoY. Der Wert für Juli - ursprünglich noch mit 3,7 % vermeldet - wurde zudem auf ebenfalls 3,4 % nach unten revidiert. Allzu hoch ist die Aussagekraft des jüngsten Werts momentan jedoch nicht. Schließlich kostete die Gallone Normalbenzin in den USA im August noch rund 10 % weniger als derzeit.
US-Q2-BIP höher als vermutet
Die ebenfalls gestern vermeldete endgültige Zahl zum US-BIP-Wachstum im 2. Quartal 2026 überraschte. Lag diese im Rahmen der zweiten Schätzung noch bei annualisiert 1,5 %, wurde nun ein Wachstum von 2,2 % veröffentlicht. Ein derart guter Wert ist mit Blick auf Renten- und Aktienkurse allerdings tendenziell negativ zu sehen. Schließlich nimmt er denjenigen Vertretern im Offenmarktausschuss der Fed, welche sich um die Verfassung der US-Konjunktur sorgen, den Wind aus den Segeln und macht einen weiteren Leitzinsanhebungsschritt der US-Währungshüter damit etwas wahrscheinlicher. Heute richtet sich der Blick auf den ISM Einkaufsmanagerindex zum verarbeitenden Gewerbe. Während dieser für September im Konsens leicht höher erwartet wird als noch im August, rechnen wir mit einem etwas schwächeren Wert.Selbstregulierung anstatt Gesetz
Zuletzt hatten sich die von KI-Modellen und -Assistenten ausgehenden Risiken gehäuft. Experten sind sogar besorgt, dass die Künstliche Intelligenz die Menschheit alsbald sogar auslöschen könnte. Auf dem für gestern anberaumten KI-Gipfel, bei dem Amazons Vorstandsboss Jeff Bezos, Anthropic-Geschäftsführer Dario Amodei, Meta-Chef Mark Zuckerberg und SpaceX-CEO Elon Musk anwesend waren, stemmte sich US-Präsident Donald Trump gleichwohl gegen eine gesetzliche Regelung zur Eindämmung der Risiken, da er befürchtet, dass die USA ihren Entwicklungsvorsprung gegenüber China hierdurch verlieren könnte. Stattdessen einigte man sich auf eine reine Selbstregulierung der Branche. Zudem kündigte der US-Präsident ein Dekret zur Umbenennung von KI in Superintelligenz an.Wichtige HinweiseDiese Publikation richtet sich ausschließlich an Empfänger in der EU, Schweiz und Liechtenstein. Diese Publikation wird von der LBBW nicht an Personen in den USA vertrieben und die LBBW beabsichtigt nicht, Personen in den USA anzusprechen. Aufsichtsbehörden der LBBW: Europäische Zentralbank (EZB), Sonnemannstraße 22, 60314 Frankfurt am Main und Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Graurheindorfer Str. 108, 53117 Bonn / Marie-Curie-Str. 24-28, 60439 Frankfurt. Diese Publikation beruht auf von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt unsere unverbindliche Auffassung über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wieder, ungeachtet etwaiger Eigenbestände in diesen Produkten. Diese Publikation ersetzt nicht die persönliche Beratung. Sie dient nur zu Informationszwecken und gilt nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Für weitere zeitnähere Informationen über konkrete Anlagemöglichkeiten und zum Zwecke einer individuellen Anlageberatung wenden Sie sich bitte an Ihre Anlageberaterin oder -berater. Wir behalten uns vor, unsere hier geäußerte Meinung jederzeit und ohne Vorankündigung zu ändern. Wir behalten uns des Weiteren vor, ohne weitere Vorankündigung Aktualisierungen dieser Information nicht vorzunehmen oder völlig einzustellen. Die in dieser Ausarbeitung abgebildeten oder beschriebenen früheren Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen stellen keinen verlässlichen Indikator für die künftige Wertentwicklung dar. HerausgeberLandesbank Baden-Württemberg Am Hauptbahnhof 2 70173 Stuttgart |