Biotech-Index mit starkem Jahresstart!


Der European Biotech Index startete mit viel Elan in das neue Jahr. Vergangene Woche wurde die 200-Tage-Durchschnittslinie überwunden und zum Auftakt in die neue Woche wurde bereits die Widerstandsmarke bei 128 Punkten getestet. Die Aufwärtsbewegung des Aktienindex wurde von einer großen Mehrheit der Indexmitglieder getragen. Die Aktie von CureVac hat sich sogar zeitweise verdoppelt. Die Anteilsscheine von Eurofins und MorphoSys legten seit Jahresbeginn 24 beziehungsweise 40 Prozent zu.

Corona ist nur eines von zahlreichen Beispielen, die belegen, dass die Biotechnologie bei der Entwicklung neuer Medikamente und Therapien einen immer größeren Einfluss hat. In den zurückliegenden Jahren griffen Pharmariesen tief in die Tasche, um die Produktpipeline und das Knowhow von Biotechnologieunternehmen zu übernehmen. Einer im Dezember veröffentlichten Studie von Precedence Research zufolge lag das globale Marktvolumen im Biotechnologiesektor 2022 bei rund 1,2 Billionen US-Dollar. Ein großer Teil wurde in den USA erwirtschaftet. Allerdings spielen auch europäische Konzerne eine immer größerer Rolle. Etwa 352,3 Milliarden beziehungsweise 28,8 Prozent steuerte Europa bei. Die Experten des Analystenhauses erwarten, dass das Marktvolumen in Europa bis 2030 um rund 13 Prozent pro Jahr auf 934,3 Milliarden wächst.

Vier deutsche Biotech-Unternehmen im Fokus

BioNTech zählte zu den ersten Herstellern eines Corona-Impfstoffs. In den zurückliegenden Jahren spülte der auf mRNA-Technologie basierte Impfstoff Milliarden Euro in die Kassen der Mainzer. Die mRNA-Technologie könnte nach Einschätzung des Konzerns unter anderem in der Krebsforschung, Therapien ermöglichen. Aktuell hat BioNTech dazu acht Medikamente in der vorklinischen Phase und 25 Medikamente bereits in der klinischen Phase. Anfang des Jahres gab BioNTech die Übernahme des KI-Spezialist. „Die geplante Übernahme ermöglicht den Aufbau vollständig integrierter, unternehmensweiter Kapazitäten zur Erforschung, Konzeption und Entwicklung von Immuntherapien der nächsten Generation im großen Maßstab“, hieß es in einer Presseerklärung. Die Aktie hat seit dem Allzeithoch rund zwei Drittel des Wertes verloren und sucht aktuell den Boden. 

CureVac setzt ebenfalls auf die Entwicklung von Wirkstoffen auf Basis der mRNA-Technologie. Allerdings zeigten die Studien des anfangs entwickelten Corona-Impfstoff schwächere Ergebnisse als vergleichbare Impfstoffe. Das Unternehmen konnte somit nicht von der starken Nachfrage profitieren. Gleichwohl forscht CureVac weiter an Grippe-Impfstoffen, Therapien gegen Gelbfieber, Malaria und zahlreiche Krebskrankheiten, die auf der mRNA-Technologie basieren. Kürzlich wurden vielversprechende Phase-1-Daten für Covid-19- und Grippe-Impfstoffe veröffentlicht. Große Hoffnungen setzen die Investoren zudem auf Alexander Zehnder. Der Manager des Pharmariesen Roche wird am 1. April 2023 des Chefsessel bei CureVac übernehmen und stimulierte damit den Aktienkurs. Solange es jedoch noch kein marktreifes Medikament gibt, ist weiterhin mit starken Kursschwankungen zu rechnen.

Die Aktie von Evotec konnte sich in den zurückliegenden drei Wochen deutlich vom jüngsten Tief distanzieren. Das Unternehmen ist in der Wirkstoffforschung- und -entwicklung tätig. Im Dezember meldete der Konzern Fortschritte in der Neurologie-Kooperation mit Bristol Myers Squibb und hat dadurch Meilensteinzahlungen von insgesamt 26 Millionen US-Dollar ausgelöst. Vergangene Woche gab Evotec bekannt, dass sie gemeinsam mit Sernova auf einem guten Weg zur klinischen Erprobung einer Therapie gegen Typ-1-Diabetes ist. Studienstart ist für 2024 geplant. Im dritten Quartal drückten steigende Kosten und Investitionen in den Ausbau von Kapazitäten auf den Gewinn. Dennoch hat das Management an den Zielen für das Gesamtjahr festgehalten. Details gibt es Ende März.

Der Kursverlauf von Morphosys kennt seit Sommer 2020 nur eine Richtung. Abwärts. Hintergrund war eine Neuausrichtung des Konzerns. So wurden Lizenzrechte, die auf der eigenen Antikörper-Technologie beruhen, verkauft und im Gegenzug das Constellation Pharmaceuticals für 1,7 Milliarden US-Dollar erworben. Der Aufschlag von rund 70 Prozent für den US-Konzern erschien den Investoren bei weitem zu hoch. Mit dem Blutkrebsmedikament Monjuvi hat MorphoSys bisher auch nur ein Medikament auf dem Markt. Vorläufigen Zahlen zufolge wurde 2022 in den USA knapp 90 Millionen US-Dollar umgesetzt. Für 2023 wird ein Umsatz zwischen 80 und 95 Millionen US-Dollar erwartet. Gleichzeitig werden die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie Verwaltung bei rund 450 Millionen US-Dollar liegen. Es dürfte somit erneut ein herausforderndes Jahr für das Management und die Aktionäre werden. Kürzlich präsentierte das Unternehmen auf einer Branchenkonferenz, Zwischenergebnisse zum Knockenmarkmedikament Pelabresib. Die finalen Ergebnisse könnten Anfang 2024 verfügbar sein. Eine Zulassung wird im Erfolgsfall für 2025 erwartet. Ob dies nachhaltig neue Fantasie entfacht, bleibt zunächst abzuwarten. Der Kurstrend ist kurzfristig aufwärtsgerichtet.

Die 30 größten in einem Index

Biotechnologieunternehmen sind vor allem von ihren Forschungsergebnissen abhängig. Zeigen sie Erfolg, steigt ein Papier. Ergeben Studien enttäuschende Ergebnisse oder muss gar die Entwicklung eines Medikaments abgebrochen werden, kann es zum Kurseinbruch bei der Aktie kommen. Mit einem HVB Open End Index Zertifikat auf den European Biotech Index können Anleger an der Kursentwicklung der 30 größten europäischen Biotechnologieunternehmen teilnehmen und damit das Risiko diversifizieren. Zum Index zählen aktuell neben den genannten Titeln unter anderem Argenx, Formycon (Entwickler von Biosimilars) und Genmab (Entwickler von Antikörpern für die onkologische Therapie). Der European Biotech Index wird in Euro berechnet. Die ausgewählten Unternehmen sind entweder in der Entwicklung und/oder der biotechnolo­gischen Herstellung von Medikamenten tätig. Zum Zeitpunkt der Aufnahme in den Index muss die Aktie eine Markt­kapitalisierung von mindestens 100 Millionen Euro aufweisen. Außerdem muss das tägliche durchschnittliche Handelsvolumen über eine Periode von drei Monaten mindestens 100.000 Euro betragen. Die Nettodividenden werden im Index reinvestiert.

Seit Jahresbeginn legte der European Biotech Index deutlich zu und stieg kürzlich über die 200-Tage-Durchschnittslinie. Aktuell klopft das Aktienbarometer an das Hoch vom vergangenen November bei 128,5 Punkte. Gelingt der Ausbruch über das Level, besteht die Chance auf eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung bis zum Hoch von Q3 2022 bei 141 Punkte. Kippt der Index hingegen wieder unter 124,5 Punkte droht hingegen eine Konsolidierung bis zum jüngsten Tief von 116,75 Punkte.

European Biotech Index in Punkten; Tageschart (1 Kerze = 1 Tag)


Betrachtungszeitraum: 28.05.2018 (Start des Index) – 17.01.2023. Historische Betrachtungen stellen keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Entwicklungen dar. Quelle: Thomson Reuters

Investmentmöglichkeiten

Basiswert Produkttp WKN Verkaufspreis in EUR Barriere     Bonuslevel/Cap   aktueller Kurs Finaler Beobachtungstag
BioNTech Bonus Cap-Zertifikat HB77FS 190,07 105,00 USD 240,00 USD 144,89 USD 16.06.2023
CureVac Bonus Cap-Zertifikat HC2BBA 9,39 5,50 USD 12,50 USD 10,33 USD 15.09.2023
Evotec Bonus Cap-Zertifikat HC1QG9 20,78 12,50 EUR 26,00 EUR 17,90 EUR 15.12.2023
MorphoSys Bonus Cap-Zertifikat HC2BH3 17,80 11,50 EUR 25,00 EUR 16,55 EUR 15.09.2023
Indizes
European Biotech Index Indexzertifikat HX28ET 120,69* Open End
* Verwaltungsentgelt 1,5% p.a.; Quelle: HypoVereinsbank onemarkets; Stand: 17.01.2023; 11:10 Uhr; 

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Der Beitrag Biotech-Index mit starkem Jahresstart! erschien zuerst auf onemarkets Blog (HypoVereinsbank - UniCredit Bank AG).

Autor: Richard Pfadenhauer

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