Immobilien-Index – sinkende Zinsen geben dem Sektor Auftrieb!


Immobilienaktien gewinnen das Vertrauen der Anleger allmählich wieder zurück. Im ersten Halbjahr tauchten Indizes auf Immobilienaktien aufgrund der stark gestiegenen Zinsen zeitweise über 30 Prozent nach unten. Seit Anfang Juli deutet sich eine Erholung an. Sektorindizes wie der FTSE EPRA/Nareit Eurozone Index legten in der abgelaufenen Woche 2,8 Prozent zu. Zu den größten Antreibern in den vergangenen Tagen zählten die Aktien von Unibail-Rodamco, Klepiere und Warehouses de Pauw. Dabei profitiert der Sektor aktuell vor allem von den deutlich rückläufigen Zinsen am Geldmarkt. Die in dieser Woche veröffentlichten US-Inflationszahlen machen zumindest ein wenig Hoffnung, dass das Inflationspeak erreicht ist und die US-Notenbank die Zinszügel möglicherweise doch nicht so straff zieht wie noch vor einigen Wochen befürchtet wurde.

Der Der FTSE EPRA Nareit Eurozone Index (Net Return) ist ein Sub-Index des FTSE EPRA Nareit Global Index und wurde entwickelt, um die Wertentwicklung börsennotierter Immobiliengesellschaften und REITS in der Eurozone abzubilden. Berücksichtigt werden dabei nur Unternehmen, die mindestens 75 Prozent des jährlichen Ergebnisses vor Steuern und Abschreibungen und sonstigen Finanzierungsaufwendungen (EBITDA) aus Immobiliengeschäften erwirtschaftet. Das heißt: Im Besitz, im Handel oder in der Entwicklung von ertragsbringenden Immobilien tätig sein.

Der FTSE EPRA/Nareit Eurozone Index berücksichtigt Streubesitz der enthaltenen Unternehmen genauso wie Liquidität, Größe und Umsatz der enthaltenen Aktien. Die enthaltenen Titel werden nach Marktkapitalisierung gewichtet. Aktuell enthält der Aktienindex 40 Unternehmen. Dabei steuern die zehn größten Konzerne Aedifica, Aroundtown SA, Cofinimmo, Gecina, Klepierre, LEG Immobilien AG, Merlin Properties Socimi SA, Unibail Rodamco Westfield, Vonovia SE und Warehouses De Pauw insgesamt 69 Prozent zum Index bei. Die beiden deutschen Konzerne kommen bereits auf einen Indexanteil von rund 19 Prozent.

Die Nettodividendenzahlungen der im Index enthaltenen Werte werden bei der Indexberechnung berücksichtigt (Net-Return-Index). Der Index wird vierteljährlich überprüft. In Sonderfällen, z. B. wenn ein Unternehmen durch ein anderes übernommen wird, können außerordentliche Anpassungen erfolgen. Indexsponsor und -berechnungsstelle ist FTSE International Limited. Weitere Infos unter www.ftserussell.com.

Das Indexzertifikat spiegelt die Entwicklung des Index wider. Steigt der Index, profitiert auch das Indexzertifikat. Wie die zurückliegenden Wochen gezeigt haben, kann der Index über einen längeren Zeitraum fallen. Steigende Zinsen bedeuten oftmals steigende Finanzierungskosten für die Immobilienkonzerne, die nicht unmittelbar durch steigende Mietpreise weitergereicht werden können. Ein erneuter Anstieg der Zinsen könnte den Sektor somit unter Druck setzen. Die jährlich Managementfee liegt bei 0,75 Prozent pro jahr.

FTSE EPRA Nareit Eurozone Net TRI in Punkten; Wochenchart (1 Kerze = 1 Woche)


Betrachtungszeitraum: 13.08.2017 – 12.08.2022. Historische Betrachtungen stellen keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Entwicklungen dar. Quelle: Thomson Reuters
HVB Open End Index Zertifikat
Basiswert FTSE EPRA Nareit Eurozone Net TRI
ISIN/WKN DE000HW1EPR6 / HW1EPR*
Laufzeit Open End*
Währung EUR
Managementfee p. a. 0,75 % p. a.
Briefkurs (Verkaufspreis) EUR 27,65

* Der Emittent, die UniCredit Bank AG, ist berechtigt, das Zertifikat ordentlich zu kündigen und zum jeweiligen Rück­zahlungsbetrag zurückzuzahlen.

Die aktuellen Produktdetails sind auf der Internetseite www.onemarkets.de veröffentlicht. Das Produkt ist eine Schuldverschreibung der UniCredit Bank AG. Bei deren Insolvenz, also Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung, drohen hohe Verluste bis hin zum Totalverlust. Information zur Funktionsweise des Produkts

Stand: 12.08.2022

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Funktionsweisen der HVB Produkte

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Autor: Richard Pfadenhauer

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