USA-Iran: Ein Krieg mit ungewissem Ausgang


Kämpfe gehen unvermindert weiter


Mit dem heutigen Montag steht Tag 3 der kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den USA und Israel auf der einen und dem Iran auf der anderen Seite vor der Tür. Während es Sonntagnachmittag kurzzeitig nach einer Wiederaufnahme der Gespräche zwischen Trump und der neuen iranischen Führung aussah, verflogen die Hoffnungen rasch wieder. Der israelische Präsident Netanyahu kündigte eine Intensivierung der Angriffe für die kommenden Tage an. Über Nacht wurden seitens Israels nun auch vermehrt wieder Hisbollah-Stellungen im Libanon bombardiert. Und der US-Präsident selbst stellte am Abend in einem Interview mit der britischen Daily Mail eine Fortsetzung des Krieges über die nächsten vier Wochen in den Raum. Damit dürften sich auch die Gegenschläge des Iran auf US-Basen sowie Staaten in der Nachbarregion ausweiten. Bereits in den vergangenen zwei Tagen wurde von zahlreichen Explosionen und Einschlägen unter anderem in Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad sowie an Häfen und Tourismuseinrichtungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain berichtet.

Gefahr eines neuen Ölpreisschocks

Nach Trumps Zolldrama und den jüngsten Sorgen um die Entwicklungen am US-amerikanischen Markt für private Unternehmenskredite kommt für die Finanzmärkte und die Weltwirtschaft damit ein neues, schwer zu kalkulierendes Risiko hinzu. Die Ölpreise reagierten aus Angst vor Angebotsstörungen bereits mit deutlichen Anstiegen. Heute Morgen war der Preis Brent-Öl 79 USD je Barrel gegenüber Freitag um 8 % im Plus. Seit Jahresanfang steht bereits ein Anstieg um über 30 % zu Buche. Insbesondere eine längerfristige Lahmlegung des Containerverkehrs in der Straße von Hormus, durch welche je ein Fünftel des globalen Angebots an Erdöl sowie Flüssigerdgases transportiert wird, hätte verheerende Auswirkungen. Steigender Inflationsdruck und Verwerfungen an den Devisenmärkten könnten zahlreiche Zentralbanken zu Zinserhöhungen zwingen. Zinssenkungen der US-Notenbanken wären vorerst vom Tisch. Und Energie-knappheit sowie Preisdruck würden die Industrieproduktion in Asien und Europa unter Druck bringen. Das zarte Wachstumspflänzchen hierzulande würde akut abgewürgt. China, Indien, Japan und Korea hätten am meisten zu befürchten. Diese Länder sind bei ihren Ölimporten im hohen Maße auf die Straße von Hormus angewiesen.

Wirtschaftsdaten nur zweite Geige


An den Börsen zeichnet sich jedenfalls eine schwierige Woche ab. Die Leitzindizes in Japan und Südkorea notieren heute Morgen 1,40 % bzw. 1,0 % im Minus, und die Futures signalisieren ebenfalls einen tiefroten Start dies- und jenseits des Atlantiks. Gold und Silber liegen derzeit hingegen 2 % bzw. 1 % im Plus. Wirtschaftsdaten dürften heute eher in den Hintergrund treten. Im Kalender steht mit der Veröffentlichung des ISM für das verarbeitende Gewerbe in den USA auch nur ein wichtiges Event. Dieser dürfte aber zumindest Einblicke dahingehend erlauben, ob die jüngste Stärke US-Industrie weiter einhält. In der zweiten Wochenhälfte werden sich die Blicke unterdessen Richtung Fernost richten. Am Mittwoch steht die Eröffnung des Nationalen Volkskongresses, Chinas pro-forma Parlament, auf dem Programm. In diesem Jahr wird die Tagung noch mehr als üblich im Rampenlicht stehen. Denn neben der Verkündung der diesjährigen Wachstums-, Inflations- und Budgetziele, markiert sie auch den offiziellen Startschuss für den 15. Fünfjahresplan.


Wichtige Hinweise


Diese Publikation richtet sich ausschließlich an Empfänger in der EU, Schweiz und Liechtenstein. Diese Publikation wird von der LBBW nicht an Personen in den USA vertrieben und die LBBW beabsichtigt nicht, Personen in den USA anzusprechen.

Aufsichtsbehörden der LBBW: Europäische Zentralbank (EZB), Sonnemannstraße 22, 60314 Frankfurt am Main und Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Graurheindorfer Str. 108, 53117 Bonn / Marie-Curie-Str. 24-28, 60439 Frankfurt.

Diese Publikation beruht auf von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt unsere unverbindliche Auffassung über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wieder, ungeachtet etwaiger Eigenbestände in diesen Produkten. Diese Publikation ersetzt nicht die persönliche Beratung. Sie dient nur zu Informationszwecken und gilt nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Für weitere zeitnähere Informationen über konkrete Anlagemöglichkeiten und zum Zwecke einer individuellen Anlageberatung wenden Sie sich bitte an Ihre Anlageberaterin oder -berater. Wir behalten uns vor, unsere hier geäußerte Meinung jederzeit und ohne Vorankündigung zu ändern.

Wir behalten uns des Weiteren vor, ohne weitere Vorankündigung Aktualisierungen dieser Information nicht vorzunehmen oder völlig einzustellen. Die in dieser Ausarbeitung abgebildeten oder beschriebenen früheren Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen stellen keinen verlässlichen Indikator für die künftige Wertentwicklung dar.

Herausgeber


Landesbank Baden-Württemberg
Am Hauptbahnhof 2
70173 Stuttgart

News

17.04.2026Einigung mit Iran rückt ins Blickfeld
16.04.2026LBBW Basiswert im Blick: Rheinmetall
16.04.2026LBBW Aktien-Anleihen: Basiswert des Monats - Siemens
16.04.2026Friedenshoffnung bringt neue Allzeithochs
15.04.2026Im Überblick: Beliebte Discount-Zertifikate der LBBW
15.04.2026IWF senkt Wachstumsprognosen
14.04.2026Spritpreise sollen sinken
13.04.2026Im Überblick: Beliebte Aktien-/Index-Anleihen der LBBW
13.04.2026Beben in Budapest
10.04.2026Steigende US-Inflation legt US-Zinspause nahe
09.04.2026Waffenruhe beflügelt Aktienmärkte
08.04.2026Im Überblick: Beliebte Discount-Zertifikate der LBBW
08.04.2026Atempause im Nahen Osten
07.04.2026LBBW Discount-Zertifikate: Basiswert des Monats - Schneider Electric
07.04.2026Im Überblick: Beliebte Aktien-/Index-Anleihen der LBBW
07.04.2026Der Nahost-Konflikt schwelt auch an Ostern
02.04.2026Trump-Rede: Im Westen nichts Neues
01.04.2026Im Überblick: Beliebte Discount-Zertifikate der LBBW
01.04.2026Karwoche: Zeit der Besinnung!
31.03.2026Zieht Trump durch, oder zieht er zurück?
31.03.2026Zieht Trump durch, oder zieht er zurück?
30.03.2026Irankrieg macht Prognoserevision erforderlich
30.03.2026Im Überblick: Beliebte Aktien-/Index-Anleihen der LBBW
27.03.2026Inflation in aller Munde
26.03.2026Hoffnung auf Friedensverhandlungen
25.03.2026Im Überblick: Beliebte Discount-Zertifikate der LBBW
24.03.2026Auf TACO-Trump ist Verlass
23.03.2026Im Überblick: Beliebte Aktien-/Index-Anleihen der LBBW
23.03.2026Iran-Eskalation schickt Märkte in den Keller
20.03.2026EZB spannt die Muskeln an
19.03.2026LBBW Aktien-Anleihen: Basiswert des Monats - Heidelberg Materials
19.03.2026Der Irankrieg eskaliert weiter
18.03.2026Im Überblick: Beliebte Discount-Zertifikate der LBBW
18.03.2026Märkte hoffen auf Begrenzung des Konflikts
17.03.2026Inflationsgefahr schlägt Konjunkturbremse
16.03.2026Im Überblick: Beliebte Aktien-/Index-Anleihen der LBBW
16.03.2026Trump droht NATO-Ländern
13.03.2026USA öffnen Tür für russisches Öl
12.03.2026Krieg gegen Iran: weitere Eskalationen
11.03.2026Transatlantische Kooperationen:NVIDIA und die DAX®-Konzerne.




































Inhalte: Home + Impressum
© 2002 - 2026 - "ZERVUS" - Kozubek & Schaffelner OG - Alle Rechte vorbehalten - Alle Angaben ohne Gewähr