Positive Stimmung am Black Friday


Fed-Hoffnungen heben die Stimmung


Am Freitag waren die Marktteilnehmer dies- und jenseits des Atlantiks mehrheitlich positiv gestimmt. Grund dafür waren neuerlich angefachte Spekulationen auf eine weitere Zinssenkung der Fed im Dezember. Auf Basis der impliziten Leitzinswahrscheinlichkeiten preisen die Marktteilnehmer derzeit mit rund 79 % eine Senkung im Dezember ein. Der Dollar Index, der den Wert des Greenbacks gegenüber den sechs wichtigsten Währungen abbildet, verbuchte infolgedessen seine schlechteste Wochenperformance seit Ende Juli. Für Aufregung sorgte indes eine Panne beim Börsenbetreiber CME-Group, die den Future-Handel auf Aktien, Währungen und Rohstoffe am Freitag für einige Stunden lahmgelegt hatte, wodurch das Handelsvolumen nach dem Thanksgiving-Feiertag deutlich reduziert war.

Weihnachtsgeschäft treibt Kurse

Die Geldschleusen stehen offen, von einer Schwemme ist aber keine Spur. Die weit gefasste EWU-Geldmenge M3 ist im September erneut nur moderat gewachsen und lag im Rahmen der Erwartungen. Zwar zog die Kreditvergabe an private Haushalte und den öffentlichen Sektor im Monatsvergleich an, auch die Jahresraten legten leicht zu. Doch weder verbessern sich damit die Wachstumsperspektiven für die Realwirtschaft spürbar, noch steigen die monetären Inflationserwartungen. Im Fokus steht die enge Geldmenge M1: Sie wuchs im September um 5,2 % zum Vorjahr nach revidierten 5,0 % im August. Das signalisiert eher eine vorsichtige Belebung als einen grundlegenden Kurswechsel der Geldpolitik.

Diese Woche viele Makro-Daten


Mit Blick auf die nun beginnende Woche rücken wichtige Konjunkturindikatoren aus aller Welt in den Fokus. Am heutigen Montag richten sich die Augen der Anleger auf die USA und China. In beiden Ländern wird der Einkaufsmanagerindex im verarbeiteten Gewerbe veröffentlicht. Für die USA rechnen wir mit einem Rückgang von 48,7 Zähler im Oktober auf 48,5 Punkte im November. Damit läge der Index bereits den achten Monat in Folge unter der Expansionsschwelle von 50. In China dürfte der Wert weiterhin bei knapp über 50 verbleiben. Am Dienstag folgen für den Euroraum die Vorabschätzung des HVPI und die Arbeitslosenquote. Beide Oktoberwerte von jeweils 2,1 % und 6,3 % dürften unverändert bleiben. Wie sich die Lage im nicht verarbeitenden Gewerbe der USA darstellt, wird am Mittwoch der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor zeigen. Wir erwarten einen Wert knapp über 52 und somit deutlich oberhalb der Wachstumsschwelle von 50. Mehr aufschlussreiche Einblicke liefern am Freitag in den USA die Kerninflationsrate und der Verbraucherstimmungsindex der University of Michigan. Für die PCE-Kernrate erwarten wir einen leichten Rückgang auf 2,8 % im Vergleich zum Vorjahresmonat.



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