15 % auf alles!


Einheitlicher Zollsatz für Importe aus der EU in die USA


Weißer Rauch statt Nebel stieg gestern über Schottlands Mooren auf. US-Präsident Donald Trump, der dort seine Golfplätze inspizierte, hatte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ein Angebot unterbreitet, das sie nicht ausschlagen konnte. Für die meisten Importe aus der EU in die USA soll künftig ein einheitlicher Satz von 15 % gelten. Vorausgesetzt, die EU würde Trump in ein paar Fragen entgegenkommen. Dazu gehörten Käufe der EU in den USA von Flüssiggas (LNG) und Rüstungsgütern sowie Direktinvestitionen in Höhe von 600 Mrd. US-Dollar. Überdies wird der Zollsatz für Importe der EU aus den USA auf 0 % abgesenkt. Der neue Satz von 15 % gilt mutmaßlich pauschal für alle Güter, also auch für Autos und Pharmazie, allerdings kündigte Trump sogleich neue Zölle für Pharmaprodukte an. Für Stahl- und Aluminium gilt bislang ein Satz von 50 %, hier soll es aber weitere Verhandlungen geben, hieß es in den Meldungen. Zuvor schwebte die Drohung von 30 % Basiszöllen plus weiteren Aufschlägen je nach Sektor über den europäischen Häuptern. Die jetzige Regelung ähnelt der Vereinbarung zwischen den USA und Japan von letzter Woche.

ifo-Index bringt Enttäuschung


Eine kleine Enttäuschung brachten Ende der vergangenen Woche die Zahlen zum Geschäftsklima des Münchener ifo-Instituts für den Monat Juli. Zwar ging es im Gesamtindex von 88,4 auf 88,6 aufwärts. Die hochgesteckten Erwartungen der zuvor befragten Volkwirte konnten damit aber nicht erreicht werden, sie lagen bei 89,0. In den Teilindizes verbesserte sich die Lage von 86,2 auf 86,5; die Erwartungen rückten von 90,6 auf 90,7 vor. Seit Jahresbeginn ist der Index damit in sechs von sieben Monaten gestiegen, einmal stagnierte er. Ob damit nun das Glas halbvoll oder halbleer ist, vermochte auch der Konjunkturchef des Instituts nicht zu beantworten. Das Institut selbst erwartet auf Basis seiner Umfragen eine Stagnation des BIP im zweiten Quartal.

USA: Bestellungen für Kapitalgüter etwas schwächer


Weiterhin hoch volatil bleiben die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter in den USA. Im Juni ging es um 9,3 % zum Vormonat abwärts nach einem Plus von 16,4 % im Mai. Rechnet man hier die Bestellungen für Rüstungsgüter und Flugzeuge heraus, dann werden die Zahlen aber weniger schwankend. Im Juni gab es ein Minus von 0,7 % nach +1,7 % im Mai. Diese Zahlen lag etwas unter den Erwartungen und gelten als Indikator für die (schwächere) Investitionstätigkeit in den USA.


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