China prüft Gespräche im Handelsstreit


US-Wirtschaft schrumpft in Q1


Das US-BIP ist im ersten Quartal um 0,3 % gesunken. Dieser Rückgang ist vor allem auf den Anstieg der US-Importe zurückzuführen. Offenbar haben Unternehmen und Privathaushalte ihre Bestellungen vorgezogen, um den angekündigten Zollerhöhungen zuvorzukommen. Das sogenannte Kern-BIP, welches die private Inlandsnachfrage ohne Lagerbestände abbildet, stieg in Q1 mit einer Jahresrate von 3,0 %, nach 2,9 % in Q4 2024. Dies könnte den Eindruck erwecken, dass die konjunkturelle Dynamik stabil geblieben ist. Doch auch der persönliche Verbrauch wurde vermutlich durch Vorzieheffekte aufgrund der angekündigten Zollerhöhungen beeinflusst. Der gestern veröffentlichte Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe (ISM-Index) ist zudem leicht zurückgegangen. Unsere Einschätzung lautet: Die Situation der US-Wirtschaft ist weiter besorgniserregend. Wie schlecht es tatsächlich um sie steht, werden die kommenden Daten zeigen. Im Blick hierfür dürften die heute Nachmittag zur Veröffentlichung anstehenden Zahlen zum US-Arbeitsmarkt stehen. Wir rechnen mit deutlich weniger neu geschaffenen Stellen.

Deutsche Wirtschaft überrascht positiv, Inflationsrate fällt auf 2,1 %


Das BIP-Wachstum in Deutschland im ersten Quartal belief sich auf 0,2 % im Vergleich zum Vorquartal, was eine erfreuliche Überraschung darstellt. Insbesondere der private Konsum sowie die Investitionen konnten zulegen und trugen maßgeblich zu diesem Ergebnis bei. Diese positive Entwicklung ist bemerkenswert, besonders angesichts der derzeit pessimistischen Grundstimmung. Zwar traten die erhöhten Zölle der US-Regierung erst im April in Kraft, doch die bisherigen Daten lassen keinen signifikanten Pessimismus erkennen. Vielmehr trugen der Rückgang der Inflation, der den privaten Konsum beflügelte, sowie die Lockerung der Geldpolitik zur Stärkung der Investitionen bei. Erstmals seit längerer Zeit ergeben sich damit Aufwärtsrisiken für unsere Gesamtprognose des BIP-Wachstums im laufenden Jahr. Des Weiteren ist die Inflationsrate in Deutschland im April auf 2,1 % leicht gesunken - nachdem sie im März noch 2,2 % betrug. Die Inflation ist zwar nicht ganz so stark gefallen wie gedacht. Dennoch zeigt sich, dass der Preisdruck auch im April etwas nachgelassen hat. Der Anstieg bei den Dienstleistungen dürfte auf den Ostereffekt zurückzuführen sein. Daneben haben wir eine deutliche Entlastung bei den Energiepreisen. Alles in allem sind wir jetzt seit einigen Monaten in einem Komfortbereich. Die Inflation ist zwar leicht über dem Zielwert, aber nicht mehr auf einem Niveau, das ernsthaft Kopfzerbrechen bereitet. Insbesondere dürfte das erreichte Niveau den Spielraum der EZB für weitere Zinssenkungen nicht beschränken. Wir rechnen bis zum Jahresende noch mit zwei Zinssenkungsschritten beim Einlagesatz, auf dann 1,75%.

China prüft Handelsgespräche, Aktienmärkte reagieren positiv


Die chinesische Regierung hat mitgeteilt, die Möglichkeit von Handelsgesprächen mit den USA zu prüfen. Dies ist das erste Anzeichen seit Donald Trumps Zollerhöhung im letzten Monat, dass Verhandlungen zwischen beiden Seiten beginnen könnten. Hochrangige US-Beamte hätten wiederholt ihre Bereitschaft zum Ausdruck gebracht, mit Peking über Zölle zu sprechen, erklärte das chinesische Handelsministerium heute Morgen. Es forderte Washington auf, gegenüber China "Aufrichtigkeit" zu zeigen. "Die USA haben China kürzlich über relevante Stellen Signale gesendet, dass sie Gespräche mit China aufnehmen möchten", so das Ministerium. "China prüft dies derzeit." Die asiatischen Aktienmärkte reagierten positiv auf die Nachrichten, US-Aktienfutures drehten ebenso spürbar ins Plus.


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