Trump macht das nächste Wendemanöver


Trump-Tirade wirkt nach


Wie gestern hier an dieser Stelle bereits berichtet, schlug die erneute Tirade von US-Präsident Trump gegen den Fed-Chef Jerome Powell am Ostermontag voll auf die Märkte durch: Durch solche Attacken schadet sich Trump vor allem selbst, wie er vermutlich beim Blick auf die rot gefärbten Kurstafeln an der Wall Street schmerzlich gespürt haben dürfte. Solcher Gegenwind dürfte auch bei seiner auf den Zollhammer verkündete Zollpause eine Rolle gespielt haben. Gestern mussten die europäischen Börsenplätze das erst einmal verdauen. Die Kursverluste hielten sich jedoch in Grenzen. Größter Verlierer war das dänische Stoxx-Schwergewicht Novo Nordisk: Die Aktie des Pharmakonzerns fiel um 7,4 %, nachdem die Testergebnisse des Medikaments von Eli Lilly zeigten, dass sie genauso gut wirken wie der Novo-Blockbuster Ozempic. Bis zum Handelsschluss drehte der DAX wieder ins Plus, weil auch die Ampeln an der Wall Street wieder auf Grün schalteten. Finanzminister Scott Bessent stellte Medienberichten zufolge eine baldige Deeskalation im Zollstreit mit der Volksrepublik China in Aussicht. Bei einem nicht-öffentlichen Treffen habe Bessent geäußert, dass die Zölle auf dem derzeitigen Niveau nicht haltbar seien, berichtete unter anderem CNBC. Der S&P 500 ging mit einem Zugewinn von 2,5 % aus dem Handel, die US-Technologiebörse Nasdaq gewann 2,7 % hinzu.

U-Turn von Donald Trump


Nach Börsenschluss in den USA kam der nächste U-Turn von Donald Trump: Er habe keine Pläne, Powell zu feuern. Die negative Börsenreaktion zu Wochenbeginn trug wohl dazu bei, den US-Präsidenten zu mäßigen. Dies gab nachbörslich den US-Aktienfutures weiteren Rückenwind, auch die asiatischen Benchmark-Indizes legten zu. Der Goldpreis, der zuvor mit 3.500 US-Dollar einen neuen Rekordwert erreichte, tendierte schwächer, der US-Dollar wertete auf.

IWF mit neuen BIP-Prognosen


Gestern veröffentlichte der IWF seine neuen Konjunkturprognosen. Nun erwarten die Ökonomen für die Weltwirtschaft ein Wachstum von 2,8 % im laufenden Jahr, nach 3,3 % im Januar. Besonders ausgeprägt war die Abwärtsrevision für die US-Wirtschaft: Nach 2,7 % werden nun 1,8 % erwartet. Besonders skeptisch bleibt man beim Währungsfonds für Deutschland: Die Abwärtskorrektur von 0,3 % auf 0,0 % nimmt sich dabei noch relativ moderat aus. Interessant die Kommentierung zur Veröffentlichung: Man habe die Zollankündigungen bis zum 4. April berücksichtigt. Der Zollhammer ist also eingebacken, die Zollpause dagegen nicht. Insgesamt sind die Daten unspektakulär. Insgesamt hat sich der IWF unseren insgesamt noch skeptischeren BIP-Prognosen angenähert.

Heute neue Frühindikatoren


Um 9:30 Uhr liefern die Konjunkturfrühindikatoren für den Euroraum erste belastbare Indizien dafür, wie stark Donald Trumps Zollpolitik die Stimmung in der Realwirtschaft drückt. Wir gehen davon aus, dass die HCOB Einkaufsmanagerindizes eine Eintrübung zeigen werden, die aber moderat ausfallen dürfte. Heute Abend wird EZB-Chefvolkswirt Lane eine Rede halten. Angesichts der durch Trump geschürten Unsicherheiten dürfte der eingeschlagene Zinssenkungspfad der EZB nicht in Frage gestellt werden; wir erwarten eine weitere Zinssenkung im Juni.


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