Notenbanken im Fokus


Jerome Powell tritt Leitzzinsphantasien nur halbherzig entgegen


Fed-Chef Powell absolvierte gestern den ersten Tag seiner auf zwei Tage angesetzten, turnusgemäßen Anhörung im US-Kongress. Heute folgt Teil zwei. Dann hat Powell wieder für ein halbes Jahr Ruhe, was das politische Washington angeht. Der oberste US-Währungshüter bekräftigte gestern die bereits zuvor geäußerte Einschätzung, dass sein Haus eine Leitzinssenkung „irgendwann“ im laufenden Jahr für angemessen halte. Bis dahin bedürfe es noch mehr Zuversicht, dass die Inflationsentwicklung nachhaltig zum Zielwert führe. Den Finanzmärkten gefiel der Hinweis Powells, dass sich die Balance der Risiken für die Zielerreichung zuletzt verbessert habe. Offensichtlich avisiert die US-Notenbank den Juni als Termin für eine erste Senkung der Leitzinsen im neuen Zyklus an. Die Kurse am Rentenmarkt tendierten am gestrigen Handelstag per Saldo aufwärts. Die Renditen zehnjähriger US-Staatspapiere fielen auf ein Vier-Wochen-Tief. Derweil überwand der Euro die Marke von 1,09 USD, zum ersten Mal wieder seit Ende Januar. Hoch her ging es am Edelmetallmarkt. Das Gold erklomm zwischenzeitlich ein neues Allzeit-Hoch knapp unterhalb von 2.150 USD für eine Feinunze. Auch Silber und Platin waren gefragt.

Am Nachmittag wird Frau Lagarde „auf Sendung“ sein


Heute geht es direkt weiter mit den Nachrichten zu den Zentralbanken. Der Fokus verlagert sich dabei nach Frankfurt. Am Nachmittag wird die EZB, so die Hoffnung, Einblicke geben, wie sie sich den weiteren Gang ihrer Geldpolitik vorstellt. Unmittelbar zuvor, am frühen Morgen, werden neue Zahlen zu den Auftragseingängen der Industrie in Deutschland bekanntgegeben. Die Flüsterschätzung hierzu lassen schlimmes erahnen. Ob sich Frau Lagarde und ihre Kollegen hierdurch aufgerufen fühlen werden, ganz kurzfristig zu Leitzinssenkungen überzugehen? Dies darf bezweifelt werden. Wobei: Die Währungshüter werden neue Inflations- und Konjunkturprojektionen vorstellen. Überraschen diese am unteren Rand, wird dies unmittelbar zu neuerlichen Spekulationen Anlass geben. Dann hieße es wohl: Bund-Renditen abwärts. Dem Euro wäre dies sicherlich abträglich, Goldinvestoren könnten sich zusätzlich freuen.


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