Unterstützung für den chin. Immobiliensektor


Immobiliensektor verunsichert Investoren


Vor dem Hintergrund stagnierender bis sogar fallender Immobilienpreise nimmt in China die Sorge um große Immobilienunternehmen wie „Evergrande“ oder „Country Garden“ sowie den gesamten Sektor zu. Die Sorge um viele Unternehmen des Immobiliensektors ist durchaus berech tigt. Allein die Schulden von Evergrande belaufen sich auf rund 340 Mrd. USD. Das Unternehmen hat gerade in den USA Gläubigerschutz beantragt. Der ebenfalls in Schieflage geratene Immobilienentwickler Country Garden soll Verbindlichkeiten in Höhe von rund 200 Mrd. USD aufweisen. Die zu kollabieren drohende Schattenbank „Zhongzhi Enterprise Group Co.“ weist offenbar Verbindlichkeit von rund 138 Mrd. USD auf. Dies sind nicht nur beunruhigende Zahlen, sondern verunsichert auch die internationalen Finanzmärkte. Gestern gab die chinesische Zentralbank und Finanzaufsicht bekannt, dass sie die Zinsen von bereits bestehenden Hypothekenkrediten für Erstkäufer von Immobilien ab dem 25. September senken wollen. Chinas aktuelle Bemühungen die Abwertung des Yuan abzubremsen sowie die Unterstützungsmaßnahmen für seinen Immobiliensektor, haben den asiatischen Börsen zum Ende der Woche und zum Anfang des neuen Monats noch einmal Aufwind verliehen.

Leitzinserhöhung bleibt auf der Agenda


Trotz einer Serie von neun Zinserhöhungen hat sich die Inflation im Euroraum überraschenderweise nicht weiter abgeschwächt. Die Verbraucherpreise stiegen im August erneut um 5,3% im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie Eurostat gestern mitteilte. Im Juli lag die Teuerung ebenfalls bei 5,3%. Die Kernrate ohne „Energie, Lebensmittel, Alkohol und Tabak“ sank auf 5,3%. Sie tendiert seit Mai damit eher seitwärts. Damit liegen die Inflationsraten noch weit über dem aktuellen EZB-Leitzins i.H.v. 4,25%. Mit dem Mandat der Inflationsbekämpfung hat es die EZB derzeit also nicht leicht. Sie wird wohl auf ihrer nächsten Sitzung im September um eine weitere Zinsanhebung nicht herumkommen. Wir rechnen mit einer Anhebung um 25 Bp. auf 4,5%.

Arbeitslosigkeit steigt leicht an


Steigende Zinsen, die hohe Inflation und die maue Weltkonjunktur machen aktuell der deutschen Wirtschaft zu schaffen. Die schwache Konjunktur hinterlässt auch am deutschen Arbeitsmarkt ihre Bremsspuren. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist inmitten der Konjunkturflaute – und wie in der Sommerpause üblich – weiter gestiegen. Die Bundesagentur für Arbeit verzeichnete im August 2,696 Mio. Arbeitslose. Das sind rund 79.000 mehr als im Juli und 148.000 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Punkte auf 5,8%. Dabei ist eine höhere Erwerbslosigkeit im Monat August üblich. Erst mit dem Ende der Sommerferien und dem Beginn des neuen Ausbildungsjahres kommt normalerweise mehr Schwung in den Arbeitsmarkt. Trotz der relativ soliden Grundverfassung des Arbeitsmarktes gilt es, die Entwicklung in den folgenden Monaten zu beobachten. Die Unternehmen sind laut dem arbeitgebernahen Institut IW zurückhaltender bei Neueinstellungen. Zwar seien keine größeren Entlassungen zu befürchten, aber Arbeitslose hätten zunehmend Schwierigkeiten, eine neue Beschäftigung zu finden.

US-Arbeitsmarkt im Blick


Heute wird in den USA der Arbeitsmarktbericht für August veröffentlicht. Außerhalb der Landwirtschaft könnten rund 170.000 Personen eine neue Anstellung gefunden haben – 17.000 weniger als im Juli. Die Arbeitslosenquote dürfte leicht auf 3,6% gestiegen sein.


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Herausgeber


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