Aktien trotzen Renditeanstieg


Robuste US-Konjunktur sorgt für Renditeanstieg


Nach den Verlusten der vergangenen Woche legten die Aktienmärkte in den vergangenen zwei Tagen wieder etwas zu. Insbesondere Technologieaktien waren die Treiber der Erholung. Gestern Abend gaben die US-Börsen die Gewinne zwar teilweise wieder ab. Bemerkenswert ist unserer Meinung nach der Anstieg an den Börsen vor dem Hintergrund der in den vergangenen Tagen deutlich gestiegenen Anleiherenditen trotzdem. Am Montag erreichten 10j. Treasuries mit einer Rendite von 4,36% das höchste Niveau seit 2007. Und auch am kürzeren Ende der Zinskurve stiegen die Renditen deutlich an. 2j. US-Staatsanleihen rentieren erneut bei über 5%. Damit bringen die Marktakteure zum Ausdruck, dass neben weiteren Leitzinserhöhungen zunehmend damit gerechnet werden muss, dass die erste Leitzinssenkung in den USA wohl später als bisher erwartet kommen wird. Ein wesentlicher Grund für die steigenden Staatsanleiherenditen ist, dass sich die US-Wirtschaft bisher allen Belastungsfaktoren von Seiten der Geldpolitik und einer schwächelnden Weltwirtschaft widersetzt und beständig mit positiven Überraschungen aufwartet. Der US-Notenbank fällt es in diesem Umfeld vermutlich schwerer, einen Strich unter ihre Zinsanhebungsphase zu machen. Die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen in den USA rückt erst recht in weitere Ferne. Hinzu kommt, dass die Rating-Herabstufung für die USA durch Fitch Anfang dieses Monats die Anleger eventuell stärker verunsichert hat als anfangs angenommen. Fitch rührte an einem wunden Punkt, nämlich den beständig hohen Defiziten im US-Staatshaushalt. Diese sind am Anleihemarkt direkt in Form steigender Emissionsvolumina an US-Treasuries zu spüren. Richtig ist zwar auch, dass die aktuelle Schwächephase wohl durch eine der Urlaubssaison geschuldete reduzierte Marktliquidität befeuert wird. Eine Zurückhaltung der Käuferseite im Vorfeld des wichtigen Notenbanker-Treffens in Jackson Hole an diesem Wochenende fällt in diesem Umfeld umso stärker negativ ins Gewicht. Fed-Chef Powell hätte es in der Hand, die Gemüter mit beschwichtigenden Äußerungen ein Stück weit zu beruhigen. Sollte der oberste Währungshüter die bisherige harte geldpolitische Linie dagegen bekräftigen, dann dürfte es angesichts der negativen technischen Signale ungemütlich bleiben am US-Staatsanleihemarkt.

Ausblick – Einkaufsmanagerindizes in Europa erneut schwach erwartet


Die asiatischen Aktienmärkte zeigen nach den etwas schwächeren Vorgaben aus den USA mehrheitlich leichte Zuwächse. Die Aktienfutures für die europäischen Aktienmärkte deuten auf einen freundlichen Start in den Tag hin. Der mit Spannung erwartete Quartalsergebnisbericht des Technologieunternehmens Nvidia steht heute Abend nachbörslich an. Die Aktie erreichte gestern einen zwischenzeitlichen Rekordstand. Die heute zur Veröffentlichung anstehenden Einkaufsmanagerindizes für einige größere europäische Ländern dürften erneut schwach ausfallen. Insbesondere für das Verarbeitende Gewerbe sehen wir keine Anzeichen einer Belebung.


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