LBBW Morgeninfo: US-Notenbank erhöht die Leitzinsen


Fed hebt um 50 Basispunkte an


Gestern Abend beschloss die US-Notenbank Fed eine Anhebung des Leitzinses von 4,0% auf 4,5%. Der Schritt um 50 Basispunkte fiel erwartungsgemäß geringer aus als die vorherigen vier Erhöhungen um jeweils 75 Basispunkte. Seit März 2022 hat die Fed nun sieben Mal in Folge die Leitzinsen erhöht. Weitere Anhebungen stehen auf dem Plan, wenn auch mit geringerem Tempo als in diesem Jahr. Die neuen Leitzinsprojektionen der Währungshüter implizieren einen Zinsanstieg auf 5,1% bis Ende 2023 (bisher: 4,6 %). Beachtlich: Sieben Mitglieder der Fed sahen dabei sogar die Notwendigkeit, dass die Zinsen über 5,25% hinaus steigen sollten. Das Gremium stellte jedenfalls erst für das Jahr 2024 eine erste Lockerung in Aussicht. Dabei hat die Fed die BIP-Wachstumsprojektionen für 2023 erneut gesenkt (auf 0,5%) und die Projektion für die Arbeitslosenquote angehoben (auf 4,6%). Die US-Wirtschaft kommt demnach einer Rezession noch etwas näher. Sowohl der US-Rentenmarkt als auch der US-Aktienmarkt reagierten angesichts der als leicht "hawkish" gewerteten Leitzinsprojektionen anfänglich mit Verlusten. Im Vergleich zu vorangegangenen Sitzungen blieben die Ausschläge jedoch moderat. Bemerkungen von Fed-Chef Powell, wonach es keine Festlegung über die Größe des nächsten Zinsschritts gebe und wonach das Leitzins-Peak näher rücke, sorgten für eine Stabilisierung der Rentenkurse. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen blieb per Saldo nahezu unverändert bei 3,50%. Der Kurs des Euro gegenüber dem US-Dollar hielt sich auf einem mehrmonatigen Hoch.

Ereignisreicher Tag steht bevor


Nach dem Zinsentscheid ist vor dem Zinsentscheid. Nach der US-Notenbank verkünden heute die SNB (Schweiz), die Bank of England und die EZB Neues zu den Leitzinsen. Wir rechnen in allen drei Fällen ebenfalls mit einer Erhöhung um 50 Basispunkte. Der Einlagensatz der EZB würde somit auf 2,0% steigen und der Hauptrefinanzierungssatz auf 2,5%. Am Nachmittag folgen November-Daten aus den USA zu den Einzelhandelsumsätzen und zur Industrieproduktion. Beide dürften in etwa auf dem Vormonatsniveau stagnieren. Für den anstehenden EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs hoffen wir dagegen auf mehr Bewegung.



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