Novartis – CEO Jimenez hat das passende Rezept!


Die Aktie des Schweizer Pharmakonzerns zieht seit einigen Wochen deutlich nach oben und erreicht inzwischen eine wichtige Widerstandsmarke.

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Die Aktie kam in den zurückliegenden zwei Jahren zeitweise gehörig unter Druck. Der Grund war die zunehmende Konkurrenz durch Nachahmer-Produkte, die für einen Rückgang beim Umsatz und Gewinn sorgten. Ab 2018 will der Konzern jedoch wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren. Im Rahmen einer Investorenkonferenz im Mai stellte Konzern-Chef Joseph Jimenez, für die Zeit von 2017 bis 2020 bis zu 40 Zulassungsanträge in der USA und Europa in Aussicht.

Novartis verfügt über drei Standbeine. Der Pharmabereich steuerte 2016 rund 2/3 zum Gesamtumsatz bei. Rund 21 Prozent erwirtschaftete die Tochter Sandoz mit Generikaprodukten und rund 12 Prozent Alcon mit Produkten rund um die Augenheilkunde. Wie der gesamte Pharmasektor hatte auch Novartis in den zurückliegenden Jahren mit dem Auslaufen von Produktpatenten zu kämpfen. Es gab jedoch auch hausgemachte Probleme. So entpuppte sich die Übernahme des Augenmittelherstellers Alcon als weitere Belastung. Jimenez drückte daher bereits 2015 auf die Kostenbremse und strukturierte den Konzern um.

Dabei setzt Jimenez vor allem auf den Pharma- und Generikabereich. Das erst im Jahr 2015 zugelassene Mittel gegen Schuppenflechte Cosentyx generierte bereits 2016 einen Umsatz von über einer Milliarde US-Dollar. Ebenfalls im Jahr 2015 bekam Novartis die Zulassung von Entresto, einem Mittel gegen Herzinsuffizienz. 2016 kamen die Umsätze zwar erst langsam in Fahrt.2017 und 2018 könnten sie möglicherweise deutlich zulegen. Im Frühjahr dieses Jahres bekam Novartis die Zulassung für das Krebsmittel Kisqali. Die Zulassung für weitere vielversprechende Medikamente wie MS-Produktkandidaten BAF312 und das Migräne-Mittel AMG334 könnten in den kommenden zwei Jahren beantragt werden. Einige Medikamente haben die Chance ein Blockbuster zu werden.

Auch im Generikabereich kommt Bewegung. Mit Rixathon gelang die EU-Zulassung für ein vielversprechendes Biosimilar. Es wurde als Mittel gegen Blutkrebs und immunologische Krankheiten wie Arthritis zugelassen. Das Orignal von Roche, Rituxan generierte 2016 einen Umsatz von 7,5 Mrd. Dollar. Für die Biosimilare Adalimumab und Infliximab zur Behandlung von immunologischen Erkrankungen wurde bei der EU bereits die Zulassung beantragt.

Was mit der Tochter Alcon passiert, wird voraussichtlich erst Ende des Jahres entschieden. In den zurückliegenden Jahren litt die Augenheiltochter extrem unter der starken Konkurrenz und sinkenden Preisen. Zum Halbjahr 2017 deutet sich für das laufende Geschäftsjahr ein leichtes Wachstum an. Die Wende scheint somit in Sicht. Ein Verkauf der Sparte ist dennoch nicht ausgeschlossen.

Ein großer Teil der Analysten ist nach Angaben von Thomson Reuters mittelfristig optimistisch gestimmt und verweist dabei auf die seit Jahren stetige Dividendenerhöhung, das angekündigte Aktienrückkaufprogramm und die Produktpipeline. Frei von Risiken ist die Aktie jedoch nicht. Schlechte Ergebnisse zu Medikamentenstudien können die Aktie und ein schwacher Gesamtmarkt unter Druck setzen.

Chartausblick: Novartis

  • Widerstandsmarke: 84,70/88,70 CHF
  • Unterstützungslinie: 80,80/82,00 CHF

Die Aktie von Novartis bildet seit Dezember 2016 einen Aufwärtstrend. Aktuell nähert sich das Papier der langfristigen 50% Retracementlinie an. Wird die Hürde bei CHF 84,70 überwunden besteht die Chance auf eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung bis CHF 88,70. Unterstützung findet die Aktie im Bereich von 80,80/82,00.

Novartis im Tageschart: 1 Kerze = 1 Tag (log. Kerzenchartdarstellung)

Betrachtungszeitraum: 10.10.2016 – 09.10.2017. Historische Betrachtungen stellen keine verläßlichen Indikatoren für zukünftige Entwicklungen dar. Quelle: Guidants.com

Novartis im Wochenchart: 1 Kerze = 1 Woche (log. Kerzenchartdarstellung)

Betrachtungszeitraum: 10.10.2012 – 09.10.2017. Historische Betrachtungen stellen keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Entwicklungen dar. Quelle: Guidants.com

Mögliche Investmentprodukte

Discount-Zertifikat auf Novartis für eine Spekulation auf einen Kursanstieg der Aktie.

Basiswert WKN Verkaufspreis in EUR Cap in CHF Discount in % finaler Bewertungstag
Novartis HW3XVG 66,38 80,00 9,6 21.09.2018
Quelle: HypoVereinsbank onemarkets; Stand: 09.10.2017; 10:39 Uhr

Mögliche Hebelprodukte

Call-Optionsschein auf Novartis für eine Spekulation auf einen Kursanstieg der Aktie.

Basiswert WKN Verkaufspreis in EUR Basispreis in CHF Hebel finaler Bewertungstag
Novartis HW32ME 0,44 80,00 17,04 13.12.2017
Novartis HW32NX 0,64 78,00 11,46 14.03.2018
Quelle: HypoVereinsbank onemarkets; Stand: 09.10.2017; 10:50 Uhr

Put-Optionsschein auf Novartis für eine Spekulation auf einen Kursrückgang der Aktie.

Basiswert WKN Verkaufspreis in EUR Basispreis in CHF Hebel finaler Bewertungstag
Novartis HW46DC 0,41 88,00 17,44 13.12.2017
Novartis HW3GEK 0,53 86,00 13,82 14.03.2018
Quelle: HypoVereinsbank onemarkets; Stand: 09.10.2017; 10:44 Uhr

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Autor: Richard Pfadenhauer

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