Erneuerbare Energien – Die Energiewende ist unabwendbar!


Laut einer Umfrage des Hamburger Marktforschungsinstituts Appino wollen bereits 25 Prozent der deutschen Hauseigentümer in diesem Jahr in eine Photovoltaikanlage investieren. Die Auftragsbücher der Hersteller dieser Anlagen sind voll und sie dürften in den kommenden Monaten noch voller werden. Rückenwind bekommen Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien inzwischen von mehreren Seiten. Der globale Energiebedarf steigt und wird voraussichtlich weiter steigen. Nicht zuletzt durch den Ausbau der Elektromobilität. Die Autobauer rund um den Globus werden in den kommenden Jahren ihre Fahrzeugflotte von Verbrennungs- auf Elektromotoren umstellen. Weite Teile Europas sind extrem von Importen fossiler Energieträger wie Gas und Öl abhängig. Deutschland bezieht rund 70 Prozent der Energieträger aus dem Ausland.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck will die Förderprogramme nun neu ausrichten. Das Ziel: Bis 2030 sollen in Deutschland rund 80 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen kommen. Bis 2035 sollen es fast 100 Prozent sein. Davon könnten Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien profitieren.

Ende 2021 lag die installierte Leistung der Photovoltaikanlagen in Deutschland laut Statista bei knapp 59 GWp. Habecks „Osterpaket 2022“ sieht vor, dass die Leistung der Solaranlagen in Deutschland bis 2030 auf 215 GWp steigen soll. Im Rahmen des „Osterpakets 2022“ wurde der Klimafonds auf 60 Milliarden Euro aufgestockt. Habeck fährt bei der Förderung gleich mehrgleisig. Bei bestehenden Gebäuden sollen unter anderem Fenster und Heizungsaustausch noch stärker gefördert werden. Bei Neubauten und Renovierungen ab 2024 soll jede neu eingebaute oder ausgetauschte Heizung mindestens zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben. Zudem soll mehr Frei- und Dachflächen für Photovoltaikanlagen per Ausschreibung zur Verfügung gestellt werden.

Frischer Wind für Offshore

Im vergangenen Jahr wurde vor den Küsten Deutschlands keine einzige neue Windkraftanlage installiert. Zudem speisten die Offshore-Parks wegen des schwachen Windjahres 2021 nach Angaben des Übertragungsnetzbetreibers Tennent nur 24 TWh (Terrawattstunde) Strom. 3 TWh weniger als ein Jahr zuvor. Habeck will diese Flaute beenden. Bis 2035 soll die Leistung von aktuell 7,8 GW (Gigawatt) auf 40 GW rund verfünffacht werden. Dazu sollen entsprechende Planungs- und Genehmigungsverfahren gestrafft werden. Rückenwind soll auch die Installation von Onshore-Anlagen erhalten, denn auch hier bestehen ehrgeizige Ziele. Details sollen im „Sommerpaket“ von Habeck vorgestellt werden.

Neben Sonnen- und Windenergie setzt die Politik stark auf Wasserstoff. Die Vorgängerregierung hat bereits Fördermittel in Milliardenhöhe für die Entwicklung und den Ausbau der Wasserstofftechnologie zur Verfügung gestellt. Habeck gibt auch hier kräftig Gas und schloss dazu eine Kooperation mit den Vereinigten Arabischen Emiraten ab. Zunächst geht es dabei um blauen Wasserstoff. Langfristig ist der Wechsel auf grünen Wasserstoff geplant. Energieintensive Bereiche wie der Chemie- und Stahlsektor setzen verstärkt auf grünen Wasserstoff als Energiequelle für die Herstellung ihrer Produkte. Zahlreiche Lkw-Hersteller entwickeln aktuell Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb. Airbus plant das erste wasserstoffbetriebene Flugzeug für 2035. Im Bus- Bahn- und Schiffsverkehr sind ebenfalls zahlreiche Projekte in der Entwicklungsphase.

Die grüne Welle hat jedoch längst nicht nur Deutschland erfasst. Die USA als auch die EU haben ebenfalls milliardenschwere Förder- und Investitionsprogramme zum Ausbau der erneuerbaren Energien aufgelegt. Das Ziel: Die im Pariser Klimaabkommen 2015 festgelegten Ziele für die Klimaerwärmung zu erreichen. Demnach soll die globale Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad, gegenüber den vorindustriellen Werten, beschränkt werden.

Um dieses Ziel zu erreichen, muss weltweit verstärkt in den Ausbau von erneuerbaren Energien investiert werden. Nach Einschätzung von Statista dürften die Investitionen in erneuerbare Energien bis 2030 auf rund 430 Milliarden US-Dollar steigen. 2019 waren es rund 302 Milliarden US-Dollar. Aktien von Sonnen- und Windkraftanlagenbauern sollten diese Aussichten eigentlich deutlichen Aufwind geben. Das Gegenteil ist allerdings der Fall. Die Anteilsscheine von Windkraftanlagenbauern wie Nordex, Siemens Gamesa und Vestas notieren im Bereich ihrer mehrjährigen Tiefs. Solarwerte wie Canadian Solar oder Sunpower und Wasserstoffspezialisten wie Nel entwickelten sich zuletzt zwar besser. Dennoch notieren sie noch deutlich unter ihrem Allzeithoch. Vielen Unternehmen machen die gestiegenen Rohstoffkosten und der Anstieg der Renditen am Anleihemarkt aktuell zu schaffen.

Ein großer Teil der Unternehmen ist für das laufende Geschäftsjahr weiterhin noch zurückhaltend. Nach Angaben von Thomson Reuters zeigt sich ein Großteil der Analysten mittelfristig dennoch zuversichtlich für den Sektor. Der UC ESG Renewable Energies Index bildet bis zu 30 Unternehmen aus Westeuropa, Japan oder den USA ab, die dem Industriesektor „RenewableEnergy“ oder dem Industrie­subsektor „Renewable Energy Generation“ entsprechend dem Sektor-Klassifikations­schema angehören. Damit können Investoren breit diversifiziert in Solar-,
Wasserstoff- und Windkraftanlagenbauer investieren.

Um in den UC ESG Global Renewable Energies Index aufgenommen zu werden, müssen die Unternehmen zudem ESG-Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. ESG steht dabei für Environment (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (Unternehmens­führung). Die Prüfung erfolgt auf Basis von Daten des ESG-Dienstleisters ISS ESG. ISS ESG ist der Responsible-Investment-Bereich der Institutional Shareholder Services Inc., einer auf Nachhaltigkeit spezialisierten Ratingagentur und ein führender Anbieter von Umwelt-, Sozial- und Governance-Lösungen.

Berücksichtigt werden nur Unternehmen, die am Selektionstag eine Marktkapitali­sierung von einer Milliarde Euro und ein durchschnittliches Handelsvolumen über die zurückliegenden 20 Handelstage von 10 Millionen Euro aufweisen. Aktuell zählen unter anderem die Solaranlagenbauer Enphase Energy, Meyer Burger Technology, Sunpower, die Windanlagenhersteller Nordex und Ørsted sowie die Wasserstoff- und Brennstoffzellenspezialisten Ballard Power und Nel zum Index. Die Indexzusammensetzung wird halb­jährlich angepasst und gleichgewichtet. Nettoausschüttungen der im Index enthaltenen Aktien werden reinvestiert. Die Indexgebühr liegt bei 1,5 Prozent pro Jahr. Indexsponsor und -berechnungsstelle ist die UniCredit Bank AG. Weitere Infos unter www.onemarkets.de

HVB Open End Index Zertifikat
Basiswert UC ESG Global Renewable Energies Index
ISIN/WKN DE000HB6NEW5/ HB6NEW*
Laufzeit Open End*
Währung EUR
Verwaltungsentgelt p. a. 1,50 % p. a.
Briefkurs (Verkaufspreis) EUR 99,31

* Der Emittent, die UniCredit Bank AG, ist berechtigt, das Zertifikat ordentlich zu kündigen und zum jeweiligen Rück­zahlungsbetrag zurückzuzahlen.

Die aktuellen Produktdetails sind auf der Internetseite www.onemarkets.de veröffentlicht. Das Produkt ist eine Schuldverschreibung der UniCredit Bank AG. Bei deren Insolvenz, also Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung, drohen hohe Verluste bis hin zum Totalverlust. Information zur Funktionsweise des Produkts

Stand: 23.05.2022

Cashback Trading – wenn der Emittent meine Ordergebühren übernimmt!

Order wie gewohnt über Ihren Broker oder Ihre Bank aufgeben. Cashback über die kostenlose Cashbuzz-App oder online über die Webseite aktivieren. Gutschrift von bis zu 50 Euro pro Trade (für Trades ab 1.000 Euro) bis zu maximal 1.000 Euro pro Monat bekommen. Weitere Infos unter: www.onemarkets.de/cashback

Bitte beachten Sie die wichtigen Hinweise und den Haftungsausschluss.

Diese Informationen stellen keine Anlageberatung, sondern eine Werbung dar. Das öffentliche Angebot erfolgt ausschließlich auf Grundlage eines Wertpapierprospekts, der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ("BaFin") gebilligt wurde. Die Billigung des Prospekts ist nicht als Empfehlung zu verstehen, diese Wertpapiere der UniCredit Bank AG zu erwerben. Allein maßgeblich sind der Prospekt einschließlich etwaiger Nachträge und die Endgültigen Bedingungen. Es wird empfohlen, diese Dokumente vor jeder Anlageentscheidung aufmerksam zu lesen, um die potenziellen Risiken und Chancen bei der Entscheidung für eine Anlage vollends zu verstehen. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.

Funktionsweisen der HVB Produkte

Der Beitrag Erneuerbare Energien – Die Energiewende ist unabwendbar! erschien zuerst auf onemarkets Blog (HypoVereinsbank - UniCredit Bank AG).

Autor: Richard Pfadenhauer

News

05.07.2022Tagesausblick für 06.07.: DAX sinkt auf Jahrestief!
05.07.2022Goods for Life – Güter des täglichen Lebens werden immer gebraucht!
05.07.2022Dow Jones – Die Freitagsgewinne sind größtenteils Geschichte
05.07.2022DAX – Bullische Anleger bleiben in der Unterzahl
05.07.2022Gas- und Strompreise steigen weiter
04.07.2022Tagesausblick für 05.07.: DAX schloss leicht im Minus. Henkel und Vitesco Technologies im Blickpunkt!
04.07.2022DAX – Zaghaft trauen sich wieder die Käufer
04.07.2022Blickpunkt Zins: Die Zinswende – Lust oder Last für den Rentenmarkt?
04.07.2022Belastungen von allen Seiten
01.07.2022Wochenausblick: DAX – vierter Monatsverlust in Folge. Silber bricht ein!
01.07.2022Nasdaq 100 – Geht noch etwas nach oben?
01.07.2022SDG Transatlantik Leaders – ein Index mit klaren Prinzipien!
01.07.2022DAX – Ein kleiner Hoffnungsschimmer?
30.06.2022Tagesausblick für 01.07.: DAX bricht ein!
30.06.2022Dow Jones – Ein heftiges Reversal
30.06.2022McDonalds – Aktie trotzt schwachem Marktumfeld
30.06.2022DAX – Die Bären kehren zurück
29.06.2022Tagesausblick für 30.06.: DAX schwächelt wieder. Wirtschaftsdaten im Blickpunkt
29.06.2022Nasdaq 100 – Ein herber Rückschlag
29.06.2022Münchener Rück – moderat bewertet. Technisch in Range gefesselt!
29.06.2022DAX – Die Schaukelbörse geht weiter
28.06.2022Tagesausblick für 29.06.: DAX – Bullen fehlt die Kraft. Auto- und Anti Plastik-Aktien im Blickpunkt!
28.06.2022Dow Jones – Das zweite Gap wartet
28.06.2022DAX – Über Umwege zum Ziel?
27.06.2022Tagesausblick für 28.06.: DAX kann Tageshoch erneut nicht halten. Wasserstoffaktien und Maschinenbauer gefragt!
27.06.2022Nasdaq 100 – Das erste Gap ist Geschichte
27.06.2022Bayer – Geschäfte laufen. Rechtsstreit bremst!
27.06.2022DAX – Anleger zeigen sich wieder enthusiastischer
27.06.2022Stockers Börsencheck – Kurszielanpassung wegen Notenbankpolitik
24.06.2022Wochenausblick: DAX – Schlusssprint reicht nicht für Wochengewinn. Banken, Blockchain und Biotech im Fokus!
24.06.2022Dow Jones – Die Bullen zeigen wieder Gesicht
24.06.2022Barrick Gold – Aktie tritt in entscheidenden Kurskorridor ein!
24.06.2022Roche – Pharmaaktie bricht nach oben aus!
24.06.2022DAX – Eine kurzfristige Bärenfalle?
23.06.2022Tagesausblick für 24.06.: DAX taucht unter 13.000 Punkte. Banken unter Druck!
23.06.2022Nasdaq 100 – Zwischen Hoffen und Bangen
23.06.2022HeidelbergCement – Letzter Strohhalm
23.06.2022DAX – Kampf um 13.000 Punkte
22.06.2022Tagesausblick für 23.06.: DAX kann anfängliche Verluste fast ausbügeln. Flugzeugbauer und Stahlriesen im Fokus!
22.06.2022DAX – Ein brachialer Konter




































Inhalte: Home + Impressum
© 2002 - 2022 - "ZERVUS" - Kozubek & Schaffelner OG - Alle Rechte vorbehalten - Alle Angaben ohne Gewähr