Tagesausblick für 14.02.: DAX zeigt sich wechselhaft. Blick ist auf Euro/Dollar und Wirecard gerichtet!


Nach der starken Performance seit Monatsbeginn zeigten sich einige Anleger heute etwas nervös. So tauchte der DAX® am Vormittag bis auf 13.600 Punkte ab. Am Nachmittag übernahmen die Bullen wieder das Kommando und trieben den Index zurück über die Marke von 13.700 Punkten. Zum Handelsschluss blieb ein leichtes Minus von 0,27 Prozent. Der EuroStoxx®50 verbuchte derweil Verluste von 0,46 Prozent und schloss bei 3.836 Punkten. Zu den stärksten Branchen- und Strategieindizes zählten der BANG-Index mit vier Goldminenaktien und der Solactive® German Mergers & Acquisitions Index.

Am Anleihemarkt blieb es ruhig. Die Rendite 10jähriger Bundesanleihen schloss bei minus 0,39 Prozent und die Rendite vergleichbarer US-Papiere bei 1,616 Prozent. Die Edelmetalle notierten mehrheitlich etwas fester. Der Goldpreis stieg über 1.570 US-Dollar pro Feinunze. Der Ölpreis legte heute den dritten Tag in Folge leicht zu. Der Preis für ein Barrel Brent Crude Oil stößt nun an die Widerstandsmarke von 56,10 US-Dollar. Gelingt der Ausbruch über das Level und die Schließung des am 3. Februar gerissenen Gaps besteht die Chance auf eine nachhaltige Erholung. Der Euro/US-Dollar ist weiter in freien Fall und bestätigte heute den Sturz unter die Marke von 1,09 US-Dollar. Damit erreichte der Wechselkurs den tiefsten Stand seit Juni 2017.

Unternehmen im Fokus

Die Milliardenstrafe wegen eines Korruptionsskandals drückte bei Airbus auf das Ergebnis für 2019. Die Aktie sackte daraufhin leicht ab. Aurubis kam nach einem schwachen ersten Geschäftsquartal heute kräftig unter Druck. Die Commerzbank kürzt für 2019 die Dividende. Die Aktie legte dennoch über sieben Prozent zu. Die Deutsche Bank setzte den Aufwärtstrend fort und erreichte den höchsten Stand seit September 2018. Linde veröffentlichte überraschend gute Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr. Investoren quittierten dies mit einem kräftigen Kursplus. Schneider Electric will RIB Software für 1,5 Milliarden Euro übernehmen. Der TecDAX®-Wert legte daraufhin über 40 Prozent zu. Der Kursaufschlag gab auch dem Solactive® German Mergers & Acquisitions Index Auftrieb. In dem Index sind potenzielle Übernahmekandidaten aus Deutschland enthalten – mit dabei RIB Software. RWE profitierte von positiven Analystenkommentaren und zog die Aktie von E.On mit nach oben. ThyssenKrupp meldete für das zurückliegende Quartal einen überraschend hohen Verlust. Die Anleger reagierten kaum auf die Botschaft und fokussieren sich weiterhin auf den geplanten Verkauf der Aufzugssparte. Wirecard zeigte sich im Vorfeld der Vorlage der Quartalszahlen etwas leichter.

In den USA fielen unter anderem die Aktien von Tesla und Virgin Galactic mit Aufschlägen auf. Der Hersteller von E-Autos plant eine Kapitalerhöhung.

Morgen melden AstraZeneca, Renault und Wirecard Zahlen für das abgelaufene Geschäftsquartal. Metro lädt zur Hauptversammlung.

Wichtige Termine

  • Deutschland – BIP Q4, vorläufig
  • Europa – Euro Zone – Handelsbilanz Eurostat, Dezember
  • Europa – BIP Euro-Zone Q4, vorläufige erste Schätzung
  • USA – Einzelhandelsumsatz, Januar
  • USA – Industrieproduktion, Januar
  • USA – Uni Michigan Verbrauchervertrauen, Februar

Charttechnischer Ausblick

Widerstandsmarken: 13.670/13.900 Punkte

Unterstützungsmarken: 13.400/13.470/13.640 Punkte

Nach einem schwachen Start drehte der DAX® im Tagesverlauf wieder nach oben und überquerte die Marke von 13.700 Punkte. Damit bleibt die Unterstützungszone 13.600/13.640 Punkte zunächst weiter intakt und die Chance auf eine Fortsetzung des Aufwärtstrends auf 13.800 und im weiteren Verlauf bis 13.960 Punkte bestehen. Die Bullen haben aktuell alles in Griff. Die Bären dürften frühestens unterhalb von 13.400 Punkten die Oberhand gewinnen.

DAX® in Punkten; 4-Stundenchart (1 Kerze = 4 Stunden)

Betrachtungszeitraum: 28.10.2019 – 13.02.2020. Historische Betrachtungen stellen keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Entwicklungen dar. Quelle: tradingdesk.onemarkets.de

DAX® in Punkten; Wochenchart (1 Kerze = 1 Woche)

Betrachtungszeitraum: 14.02.2015 – 13.02.2020. Historische Betrachtungen stellen keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Entwicklungen dar. Quelle: tradingdesk.onemarkets.de

Inline-Optionsscheine auf den DAX®

Basiswert WKN Verkaufspreis in Euro Untere Knock-out Barriere in Pkt. Obere Knock-out Barriere in Pkt. Finaler Bewertungstag
DAX® HZ5BP2 3,31 12.700 14.000 19.03.2020
DAX® HZ4RAQ 3,88 12.400 14.000 19.03.2020

Quelle: HypoVereinsbank onemarkets; Stand: 13.02.2020; 17:36 Uhr

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Autor: Richard Pfadenhauer

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