Hohe KI-Investitionen und Zollpläne stützen


Tech-Rally dank Microsoft


Die Aktienmärkte tendierten gestern freundlich. Schon am Freitag keimte an der Wall Street Hoffnung auf: Mit einem Plus von 1,3 % beendete der S&P 500 eine Verlustserie von fünf Handelstagen zum Jahreswechsel. Die erste vollständige Handelswoche des Jahres begann gestern ebenfalls mit positiven Vorzeichen: Der S&P 500 legte um 0,55 % zu. Zu den Gewinnern zählten unter anderem Tech-Titel, nachdem Microsoft seine KI-Investitionspläne erhöhte. Der Technologiekonzern beabsichtigt, bis zum Ende des Geschäftsjahres 2025 etwa 80 Milliarden US-Dollar in den Ausbau von KI-Infrastrukturen zu investieren. Damit sollen der Bau von Rechenzentren, das Training von KI-Modellen und die Bereitstellung von Cloud-basierten Anwendungen finanziert werden. Von der Nachricht profitierten neben den US-Titeln rund um Nvidia an den europäischen Börsenplätzen Titel wie Infineon und der niederländische Halbleiterausrüster ASML.

Gerüchte um moderate Zollpläne


Das zweite Thema des Tages, das die Kurse beflügelte, war ein Bericht des Washington Post, wonach Donald Trump ein differenziertes Zollregime plane. Demnach würden die von der künftigen US-Administration geplanten Zölle zwar alle Länder umfassen, sich aber nur auf kritische Importgüter beschränken. Diese Hoffnung auf geringere Zollhürden als befürchtet verhalf u.a. Aktien der hiesigen Autobranche zu kräftigen Kursavancen. Auch der US-Dollar tendierte schwächer. Später dementierte Trump via Social Media: "The story ... is wrong".

Stimmung in US-Industrie aufgehellt


Die Stimmung in der US-Industrie hat sich im Dezember unerwartet aufgehellt. Der Einkaufsmanagerindex ISM stieg um 0,9 auf 49,3 Punkte, den höchsten Stand seit März. Im Konsens wurde mit einem leichten Rückgang auf 48,2 Punkte gerechnet. Der Index bleibt damit unterhalb der Expansionsschwelle. Heute um 16:00 Uhr wird das Pendant für den Dienstleistungssektor veröffentlicht.

Inflationsdaten im Fokus


Das erste Makro-Highlight des Jahres diesseits des Atlantiks waren die Inflationsdaten für Deutschland. Die Verbraucherpreise erhöhten sich um 2,6 % zum Vorjahresmonat, den höchsten Wert seit Januar 2024. Dies ist deutlich stärker als erwartet (Konsens 2,4 %) und höher als noch im Vormonat, als die jährliche Teuerung noch bei 2,2 % gelegen hatte. Zur höheren Teuerung hatten u.a. die um 4,1 % höheren Preise für Dienstleistungen beigetragen. Heute folgen die Dezember-Inflationsdaten für den Euroraum. Ein erneutes Anziehen der Teuerung könnte die Rentenkurse weiter belasten, zumal der EUR-Staatsanleihemarkt ein saisonales Emporschnellen der Neuemissionsvolumina absorbieren muss. Das zweite große Makro-Highlight der Woche steht am Freitag-nachmittag auf der Agenda. Dann wird der US-Arbeitsmarktbericht für Dezember genügend Diskussionsstoff im Hinblick auf die weitere Fed-Politik liefern.


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