Neuemissionen wieder am Start


Auftragseingänge schwankend


Die heute Morgen veröffentlichten Daten zur Industrieproduktion in Deutschland fielen wie erwartet schwächer aus. Nach dem Rückgang im Juni (revidiert -1,4%) sank die Produktion im Juli nochmals um -0,8% gegenüber dem Vormonat. Die Auftragseingänge für das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland fielen nach Angaben von Destatis im Juli sogar um 11,7% gegenüber dem Vormonat. Der scheinbare Einbruch ist allerdings durch Großaufträge vom Mai (+6,2%) und Juni (+7,6%) verzerrt. Immerhin ging es im Drei-Monats-Vergleich leicht aufwärts, in der längerfristigen Tendenz aber eher seitwärts. Das Vor-Corona-Niveau wurde seitdem im Prinzip nicht mehr erreicht. Die Auslandsaufträge entwickeln sich seit längerer Zeit besser als die Inlandsaufträge. Insofern dürfte die erhoffte Konjunkturerholung eher von der Exportseite herkommen. Dazu ist allerdings notwendig, dass die deutsche Industrie ihre hohe Wettbewerbsfähigkeit verteidigen kann. Zu der aktuell schwierigen konjunkturellen Situation passt die jüngste Abwärts-Revision des IfW: Das Kieler Institut für Weltwirtschaft hat die BIP-Prognose 2023 für Deutschland von bisher -0,3% auf -0,5% gesenkt. Dies entspricht unserer Prognose. Für 2024 reduzierte das IfW die Wachstumserwartung von 1,8% auf 1,3%.

Neuemissionen wieder am Start


In diesem Jahr dauerte die Sommerpause bei Neuemissionen von Corporate Bonds sehr lange. Vom 20. Juli bis zum 21. August traten nur zwei Unternehmen an den Primärmarkt für EUR-Anleihen. Erst am Monatsende setzte ein starker Nachholeffekt ein: In den letzten drei August-Tagen platzierten die Unternehmen rund 19 Mrd. Euro an EUR-Anleihen und damit zugleich das höchste Wochenvolumen in diesem Jahr. Die Kupons dieser neuen Corporate Bonds lagen überwiegend im Bereich von 3,25% bis 4,75%. Beim Neuemissionsvolumen setzte sich die Normalisierung weiter fort (+30% seit Jahresanfang), nachdem der starke Zinsanstieg im Vorjahr noch zu einem Einbruch geführt hatte.

Heute Daten zum US-Arbeitsmarkt


Aus Übersee folgen am Nachmittag neue Daten zum US-Arbeitsmarkt: Bei der Anzahl der Arbeitslosen und auch der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe wird mit einem Anstieg gerechnet. Gestern hatte sich der ISM Dienstleistungs-Index besser als erwartetet geschlagen (von 52,7 auf 54,5 Punkte) und in Zusammenhang mit dem gestiegenen Ölpreis die Befürchtungen vor weiteren US-Zinserhöhungen befördert. Nach den gestrigen leichten Verlusten an den Aktienmärkten deuten die Futures auch heute einen schwächeren Auftakt an.


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