US-Arbeitsmarkt sendet gemischte Signale


US-Arbeitsmarkt: Löhne steigen langsamer


Der am Freitagnachmittag veröffentlichte US-Arbeitsmarkt sendete gemischte Signale. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg in den USA im August um 187 Tsd. an. Damit wurde die Konsens-Schätzung von 170 Tsd. um 17 Tsd. übertroffen. Gleichzeitig wurde aber der Wert für den Juli um 30 Tsd. nach unten revidiert. Per Saldo enttäuschte der Stellenaufbau in der Zweimonatsbetrachtung also. Auch der Anstieg der Arbeitslosenquote von 3,5% auf 3,8% ist eher eine Enttäuschung – ebenso der mit 0,2% (M-M) etwas unter den Erwartungen gelegene Stundenlohnanstieg. Gleichwohl präsentierte sich der US-Arbeitsmarkt weiterhin in einer Form, die in ihrer Robustheit immer wieder erstaunt. Der ebenfalls am Freitagnachmittag veröffentlichte ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe verbesserte sich leicht von 46,4 auf 47,6, bleibt aber damit weiter im Kontraktionsbereich. Dennoch gehen wir davon aus, dass die US Fed die unterm Strich doch etwas schwächer als erwarteten August-Zahlen vom Arbeitsmarkt und den leicht verbesserten ISM-Index nicht als Indiz für die Notwendigkeit einer weiteren Zinsanhebung wertet. Eine potenzielle Zinswende nach unten rückt mit den Daten von Freitag aber auch nicht näher. Mit großer Spannung dürften die Märkte nun die kommenden Daten zur US-Inflation erwarten. Eine Zinsanhebung auf der nächsten Fed-Sitzung am 20. September erscheint einstweilen auf Basis der heutigen Arbeitsmarktdaten wenig wahrscheinlich. Marktreaktion: US-Aktien schlossen am Freitag mit leichten Zugewinnen. Während die Rendite 2j. US-Staatsanleihen nur um 2 Bp. anstieg, kletterten die Renditen 10j. US-Staatsanleihen um 8 Bp. auf 4,18% an.

Stützungsmaßnahmen für den Immobilienmarkt erfreuen Aktionär


Die US-Märkte sind heute wegen des Labor Day-Feiertag geschlossen. Heute stehen keine wesentlichen Veröffentlichungen auf dem ökonomischen Datenkalender. Die asiatischen Aktienmärkte starteten mit Kursgewinnen in die neue Woche. Insbesondere chinesische Aktien konnten deutlich zulegen. Die chinesische Regierung kündigte letzte Woche an, in den größten Städten des Landes, die verpflichtende Anzahlungen für Hauskäufer zu reduzieren und forderte zudem die Banken auf, die Zinsen für bestehende Hypotheken zu senken. Die landesweite Mindestanzahlung für private Immobilien wird einheitlich auf 20% für Erstkäufer und 30% für Zweitkäufer festgelegt. Die Stimmung wurde zusätzlich durch die Nachricht gestützt, dass das notleidende chinesische Bauunternehmen Country Garden von den Gläubigern am Wochenende die Zustimmung zur Verlängerung einer fälligen Yuan-Anleihe erhalten hat.


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