LBBW Kapitalmärkte Daily: Zinserhöhungen gehen weiter


Vorentscheidung für die Fed?


Vor allem zwei Dinge dürften zum Zünglein an der Waage werden bzgl. der Frage, ob die US-Notenbank am 22. März ihr Leitzinsband um 25 oder um 50 Basispunkte anhebt: die Daten zur Inflationsentwicklung im Februar und jene zum Arbeitsmarkt. Erstere werden am 14. März veröffentlicht. Der US-Arbeitsmarktbericht steht für heute Nachmittag, 14:30 Uhr, auf der Agenda. Fed-Chef Powell äußerte im Rahmen seines halbjährlichen Rechenschaftsberichts am Dienstag und Mittwoch dieser Woche die Bereitschaft zu einer Beschleunigung des geldpolitischen Straffungstempos. Über die Höhe des nächsten Zinsschritts sei jedoch noch nicht entschieden. Die Notenbank werde von den hereinkommenden Daten geleitet. Während zu Wochenbeginn ein großer Zinsschritt an den Geldmärkten noch als Außenseiterszenario gehandelt wurde, preisen die Märkte einen solchen Schritt nun mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 50 % ein.

Solider Arbeitsmarktbericht erwartet


Wir rechnen mit einem soliden Beschäftigungsaufbau von rund 270 Tausend Stellen im Februar und sind damit leicht optimistischer als der Analystenkonsens. Neben der Stärke des Jobaufbaus dürfte aber auch die Frage wichtig sein, ob sich der zuletzt rückläufige Trend beim Lohnzuwachs fortgesetzt hat. Wir erwarten im Einklang mit den Konsensprognosen einen Anstieg der Stundenlöhne um 0,3 % im Monatsvergleich.

Stimmung an den US-Märkten kippt


Die europäischen Finanzmärkte verlebten gestern einen eher ruhigen Handelstag. Ganz anders ihre Pendants in den USA: Der S&P 500 ging nach positivem Handelsstart fast 2 % in die Knie. US-Staatsanleiherenditen gaben deutlich nach - Renditen von Anleihen mit 2-jähriger Laufzeit verloren beispielsweise 17 Basispunkte und notieren nun wieder unter der 5 %-Marke. Marktkommentatoren machen Sorgen der Marktteilnehmer um Stress im US-Bankensystem infolge des Zinsanstiegs dafür verantwortlich.

Inflation und Baugenehmigungen aus Deutschland


Heute Morgen veröffentlicht das Statistische Bundesamt seine Daten zur Entwicklung der Verbraucherpreise im Februar. Die Vorabschätzung hatte eine Inflationsrate von 8,7 % zum Ergebnis - genauso hoch wie im Januar. Zudem veröffentlicht die Behörde Daten zu den Baugenehmigungen im Dezember und damit auch zum Gesamtjahr 2022. In den vergangenen Monaten sind die Baugenehmigungen deutlich eingeknickt. Das ist für sich genommen kein Drama: Der Bauüberhang, also die Zahl der in den vergangenen Jahren genehmigten, aber nicht gebauten Wohnungen, beläuft sich auf rund 700 Tausend Wohnungen. Das sind mehr als zwei Jahresproduktionen. Es gäbe also noch genug abzuarbeiten. Das Problem ist aber, dass Hand in Hand mit den Baugenehmigungen auch der Auftragseingang im Wohnungsbau eingebrochen ist - keine gute Nachricht mit Blick auf die Wohnraumknappheit in Deutschland.



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