MÄRKTE AM MORGEN | Draghi treibt den Euro nach oben


Der DAX hat den gestrigen Handel mit einem Plus von 0,2 Prozent abgeschlossen. Für Erleichterung bei Investoren hat gesorgt, dass die türkische Notenbank die Zinsen von 17,75 auf 24 Prozent und damit deutlich stärker als erwartet angehoben hat, woraufhin der Dollar gegenüber der Lira deutlich gesunken ist. Allerdings ist der Dollar gegenüber anderen Währungen aus den Emerging Markets, wie dem brasilianischen Real und dem argentinischen Peso, weiter gestiegen, weshalb die Währungskrise in den Emerging Markets weiter schwelt.

Der größte Gewinner im DAX war die Infineon-Aktie mit einem Plus von 3,5 Prozent, damit hat sie einen Teil des Kurseinbruchs vom Vortag wettgemacht. Hingegen verbuchte die Bayer-Aktie einen leichten Rückgang. Bei Bayer und dem französischen Pharmakonzern Sanofi tauschen zwei hochrangige Pharmamanager zum 1. November ihre Plätze. Der bisherige Sanofi-Manager Stefan Oelrich wird zum Chef von Bayers Pharmasparte und übernimmt damit die Aufgaben von Vorstand Dieter Weinand, der für Sanofi in die USA geht. Der S&P500 hat um 0,5 Prozent zugelegt. Die Apple-Aktie ist nach dem „Special Event“ vom Vortag um 2,4 Prozent geklettert. Damit ist der Börsenwert auf 1,09 Billionen Dollar gestiegen.

Euro steigt

Nachdem der Euro gestern gegenüber dem Dollar lange Zeit seitwärts tendiert hatte, begann der Euro mit dem Beginn der Pressekonferenz von EZB-Chef Mario Draghi um 14.30 Uhr deutlich zuzulegen. Zwar hat die EZB die Prognosen für das Wirtschaftswachstum der Euro-Zone für 2018 und 2019 jeweils leicht gesenkt. Allerdings gab sich Draghi zuversichtlich, dass die Inflation gegen Jahresende Fahrt aufnehmen werde, und dass die neue italienische Regierung beim Haushaltsentwurf für 2019 die EU-Regeln einhalten werde. Für zusätzlichen Rückenwind beim Euro hat gesorgt, dass die gleichzeitig veröffentlichten US-Inflationsdaten etwas schwächer waren als erwartet.

US-Daten im Fokus

Der DAX steigt vorbörslich auf 12.105 Punkte. Gestützt wird er von guten Vorgaben aus Asien, zudem sind die Konjunkturdaten aus China zu Einzelhandelsumsätzen und Industrieproduktion etwas besser ausgefallen als erwartet. Hingegen sinkt der Brent-Preis auf 78,2 Dollar je Barrel. Gold liegt bei 1.205 Dollar je Unze.

Um 14.30 Uhr werden die US-Einzelhandelsumsätze veröffentlicht. Die Zahlen zur US-Industrieproduktion folgen um 15.15 Uhr. Um 16 Uhr gibt die Universität Michigan das US-Verbrauchervertrauen bekannt.

Hier geht es zu den wichtigsten Wirtschafts- und Unternehmensterminen der Woche: Termine der Woche

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